
Grußwort für die Wanderausstellung
„Holz macht Sachen!“


Grußwort für die Wanderausstellung
„Holz macht Sachen!“
Sehr geehrte Damen und Herren,
Holz hat die Menschheit von Anbeginn begleitet und ist heute mehr denn je unverzichtbar. Als umwelt- und klimafreundlicher, regional verfügbarer Rohstoff trägt Holz dazu bei, die Heraus-forderungen einer nachhaltigen Entwicklung unserer Gesellschaft zu bewältigen. Kein anderer Stoff verbindet Klassik und Moderne so vielseitig und ökologisch wie Holz.
Das liegt auch an seiner „grünen Fabrik“, unserem Wald in Bayern. Er prägt unsere Heimat und leistet wertvolle Funktionen für die Gesellschaft. Die bayerischen Waldbesitzer bewirtschaften unsere Wälder seit Generationen verantwortungsvoll und nachhaltig unter dem Motto
„Schützen und Nutzen“.
Ich freue mich sehr, dass diese Zusammenhänge durch die Wanderausstellung „Holz macht Sachen“ ein noch breiteres Publikum erreichen. Ich danke daher allen, die zum Gelingen des Projekts beigetragen haben.
Herzlich Ihre
Michaela Kaniber
Bayerische Staatsministerin
für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten




Liebe Besucherinnen und Besucher,
Holz hat die Oberpfalz über die Jahrhunderte hinweg geprägt. Es lieferte die Energie für die Eisenindustrie, war Werkstoff für Handwerk sowie Landwirtschaft und beeinflusste als wichtiges Baumaterial die Architektur in unserer Region maßgeblich.
Holz ist auch heute noch eine nachhaltige und lokal verfügbare Ressource. Im Angesicht des Klimawandels gewinnt es daher erneut an Bedeutung. Davon kann die Oberpfalz profitieren, denn 40 Prozent ihrer Fläche sind von Wald bedeckt. Wir müssen aber auch bedenken, dass diese Wälder durch den Klimawandel bedroht sind: Die Trockenheit des vergangenen Jahres hat zu massiven Schäden in den Wäldern geführt. Daher müssen wir umsichtig mit ihnen umgehen und ihnen die erforderliche Wertschätzung entgegenbringen.
Im Oberpfälzer Freilandmuseum Neusath-Perschen, das auch eine staatlich anerkannte Umweltstation ist, möchten wir daher auf die hohe Bedeutung des Holzes in Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft aufmerksam machen. Dementsprechend steht das gesamte Jahr unter dem Motto „Das richtige Holz“. Eine neue Dauerausstellung sowie zahlreiche Aktionen und Veranstaltungen beschäftigten sich mit diesem ganz besonderen Stoff und dem Wald als seinem Herkunftsort. Ich freue mich, dass dieses Angebot nun auch in der zweiten Hälfte der Museumssaison mit der Sonderausstellung „Holz macht Sachen“ eine Fortsetzung findet.
Mein Dank gilt dem Initiator der Ausstellung, Herrn Adrian Siedentopf M.A., den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der beteiligten Museen und allen Leihgebern und Förderern, die durch ihr Engagement zum Gelingen der Ausstellung beigetragen haben. Ich freue mich, wenn die Ausstellung viele Besucher anzieht.
Franz Löffler
Bezirkstagspräsident
Oberpfalz


Liebe Gäste,
Möbel und Werkzeuge, Schiffe und Musikinstrumente, Bücher, Kunst und Spielzeug – Holz umgibt uns überall. Seit Tausenden von Jahren ist dieser Rohstoff ein wichtiger Teil der menschlichen Zivilisation und Kulturgeschichte – als Brennstoff, als Baustoff oder als Gestaltungsmittel.
Holz ist aus unserem Leben nicht wegzudenken. Und es hat wunderbare Eigenschaften: Holz ist umweltfreundlich, langlebig und ästhetisch. Es soll, das belegen Forschungen, als Wohnmaterial sogar Stress reduzieren und die Herzfrequenz senken.
In Aschaffenburg spielt das Thema Holz und Holzwirtschaft eine ganz besondere Rolle. Die Stadt ist nicht nur das Tor zum waldreichen Spessart, sondern auch ein traditionsreicher Standort der Papierindustrie und ehemaliger Sitz einer Forsthochschule. Das grüne Erbe der Stadt, Klimaschutz und Nachhaltigkeit stehen auf unserer politischen Agenda weit oben.
Ich freue mich deshalb, dass die Wanderausstellung „Holz macht Sachen!“ in unserem Stadt- und Stiftsarchiv in Aschaffenburg Station macht und das Thema „Holz-Baum-Mensch-Umwelt“ in seiner ganzen Bandbreite beleuchtet.
Vielen Dank an die Sparkasse für die Förderung dieses Projekts.
Allen Besucherinnen und Besuchern wünsche ich spannende Einblicke und dem Initiator Adrian Siedentopf und seinem Team eine erfolgreiche und stetig wachsende Ausstellung.
Klaus Herzog
Oberbürgermeister der Stadt Aschaffenburg


Holz und Sparkassen – eine vielfältige Verbindung
Auch wenn Sparkassen und Wälder auf den ersten Blick wenig miteinander zu tun haben, gibt es doch sehr viele Parallelen. Bäume und Sparkassen sind beide fest an ihren Orten verwurzelt. Ebenso gilt für beide, dass ihr Vorkommen stets standorttypisch ist. Keiner erwartet einen Mahagonibaum in Bayern. Gemeinsam haben sie auch ein weitverzweigtes Netzwerk, dass ihnen die Kraft, Widerstandsfähigkeit und eine Vielzahl an Handlungsoptionen bietet. Was für die Bäume das wood wide net ist, ist für uns das organisationseigene Netzwerk mit Schwester-Instituten und Verbundpartnern. Beide Netzwerke dienen dazu, die ortsgebundenen Strukturen zu fördern und zu bewahren. Dauerhaftigkeit, Nachhaltigkeit und die Fähigkeit, sich an veränderte Anforderungen anzupassen, verbindet uns ebenso mit dem Ausstellungsthema wie eine ausgeprägte Vielseitigkeit.
Ganz besonders freue ich mich über das starke partizipative Element in diesem Ausstellungsprojekt. Während in konventionellen Museumskonzeptionen häufig in geradezu „oberlehrerhafter Weise“ Themen „von oben“ vermittelt werden, bezieht diese Ausstellung mit ihrer Konzeption die Menschen an den einzelnen Ausstellungsorten direkt mit ein. In diesem Fall gibt der Kurator ganz bewusst die Deutungshoheit zu Gunsten eines beiderseitigen Austauschs auf. Damit wird die Ausstellung ganz im Sinne der Sparkassen – zu einem Projekt von allen für alle. Ich wünsche allen Besuchern viel Freude, Teilhabe sowie neue Erkenntnisse und dem gesamten Vorhaben den Erfolg, den es auf jeden Fall verdient.
Dr. Ulrich Netzer
Präsident des Sparkassenverbandes und Vorstandsvorsitzender der Bayerischen Sparkassenstiftung


Das Oberpfälzer Freilandmuseum Neusath-Perschen hat Häuser transferiert, bei denen die meisten Bauteile aus Holz bestehen. Holz war für die Menschen der vorindustriellen Zeit der wichtigste Werkstoff und der wichtigste Energielieferant. Die verschiedenen Waldformen, die diesen Anforderungen genügen mussten, werden in einer rekonstruierten Kulturlandschaft gezeigt. 2019 wählte das Museum als Jahresmotto „Das richtige Holz“, weil eine Dauerausstellung zu diesem Thema eröffnet wurde, die mit Fördermitteln des Ministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten entwickelt werden konnte. Das Veranstaltungsprogramm bietet den Besuchern reichlich Gelegenheit sich mit diesem Thema zu beschäftigen. Die Wanderausstellung „Holz macht Sachen“ ist dazu eine wunderbare Ergänzung.
Oberpfälzer Freilandmuseum,
Neusath 200, 92507 Nabburg, www.freilandmuseum.org

Die Idee, sich dem Material Holz ausführlich kulturgeschichtlich zu nähern, ist so einfach wie ungewöhnlich. Deswegen haben die Museen der Stadt Bamberg sehr bald zugestimmt, als Adrian Siedentopf anfragte, ob wir mitmachen wollten beim Projekt „Holz macht Sachen“. Uns hatte schon der kleine Holzbotschafter Vinzenz gefallen, der so fleißig aus den Museen twitterte und so war es einfach, uns als Ausstellungsstation zu gewinnen, als die Fäden für „Holz macht Sachen“ zu einem immer dichter werdenden Netz geknüpft wurden. Das Historische Museum, Haupthaus der Museen der Stadt Bamberg, ist prädestiniert dafür, diese Ausstellung zu zeigen, nicht nur wegen der kunst- und kulturgeschichtlichen Sammlung, die vielerlei Holzobjekte beherbergt, sondern weil es auch einen Sonderausstellungsraum zu bieten hat, der zum Thema Holz wie geschaffen ist. Der Marstall der ehemaligen fürstbischöflichen Residenz Bamberg hat hölzerne Decken und Pferdeboxen und eignet sich hervorragend für Sonderausstellungen. Zudem hat die Stadt Bamberg eigene bewirtschaftete Wälder, Förster und Waldarbeiter, die wir mit in den Schelch holen konnten.
Das Historische Museum ist seit 1838 ein Ort der Begegnung, der Reflektion, des Gesprächs, der Diskussion, der Erfahrung, der Entdeckung und bietet seinen Gästen aus nah und fern mit dieser Ausstellung einen neuen Ansatz, eine Holznote sozusagen.
Museen der Stadt Bamberg, Domplatz 7 , 97049 Bamberg, www.museum.bamberg.de
Kipfenberg, am geografischen Mittelpunkt und im Herzen des Naturpark Altmühltal gelegen, war es ein großes Anliegen an „Holz macht Sachen! Holz, Baum, Wald und Du“ als Kooperationspartner mitzuwirken.
Unser Gemeindegebiet bietet auf kalkreichen Juraböden Lebensräume für Buchen und Fichten. Ursprüngliche Baumarten wie Eibe, Elsbeere und Mehlbeere kehren zurück. Andere Flächen werden vom Bewuchs freigehalten. Dort entfalten sich Apollofalter, Laufkäfer und Heuschrecken. In den Dolomitfelsen brüten Uhu und Wanderfalke und auf der „Arnsbergerleite“ wurde durch eine Beweidung mit Schafen ein Vorzeige-Naturschutzprojekt geschaffen.
Auf unzähligen Rad-, Wander- und Flusswegen kommen Erholungssuchende in dieser landschaftlich besonders reizvollen Region auf ihre Kosten.
Naturschutzbehörde, Bund Naturschutz und Bayerische Staatsforsten arbeiten Hand in Hand mit unserer Gemeinde und dem Landkreis, um die einmalige und noch intakte Landschaft in und um Kipfenberg zu erhalten.
Umweltstatement
Nicht erst durch die Umweltaktivistin Greta Thunberg wird vielen klar, dass unsere Art und Weise, mit der Natur weltweit umzugehen, nicht zukunftsfähig ist. Doch oft wird vergessen, die Menschen mitzunehmen. Um Fähigkeiten für einen verantwortungsvollen Umgang mit der Natur und unseren Ressourcen zu erwerben, braucht es Aufklärung und ökologische Bildung. Mit ihrem inhaltlich breiten Spektrum zum Thema Holz unterbreitet die Wanderausstellung von Adrian Siedentopf ein in dieser Hinsicht wegweisendes Angebot. Die Besucher werden dazu angeregt, den Baum als Lebewesen, den Wald als Lebensraum und sich selbst als Teil dieser Lebenswelt zu sehen, so die Beschreibung des Ausstellungsmachers. Das Besondere ist aus unserer Sicht auch, dass die Ausstellung dabei nicht nur von Ort zu Ort wandert, sondern sich mit jedem weiteren Objekt gleichsam einen neuen Lebensring zulegt und dabei selbst wächst wie ein Baum. Durch den musealen Einsatz, Multimedia und Sozialmedia sollte es gelingen, nicht nur Wissen über die Probleme dieser Welt, sondern auch Handlungskompetenz zu vermitteln. Nachhaltiges Handeln muss im Alltag wie in den Unternehmen und Behörden, in den Schulen, den Museen und in der Freizeit fest verankert werden. Wir freuen uns, einen kleinen Betrag dazu zu leisten.
Über uns
Der Markt Kipfenberg ist nicht nur am geographischen Mittelpunkt Bayerns gelegen – er vereint auch viele der schönsten Seiten Bayerns.
Uraltes Kulturland seit der Römerzeit, die sanfte Landschaft des Naturpark Altmühltal und abwechslungsreiche historische sowie und Naturdenkmäler lassen sich hier entdecken.
So ist das Römer und Bajuwaren Museum auf Burg Kipfenberg dem römischen und frühmittelalterlichem Erbe der Region gewidmet.
Höhepunkt des Museums ist der im Volksmund als „erster echter Bajuware“ bezeichnete, aufsehenerregende Fund des Kriegers von Kemathen. Die archäologischen Funde sowie eine originalgetreue Rekonstruktion der Grabanlage bieten einen seltenen Einblick in die Geschichte des 5. Jahrhunderts.
Unser Museum liegt direkt am Limes, der 2005 zum UNESCO Welterbe ernannt wurde. Unsere Exponate stammen größtenteils aus der unmittelbaren Umgebung. Unsere Gäste haben damit die einzigartige Möglichkeit, nach ihrem Besuch im Museum diese historischen Originalschauplätze am Limes selbst zu erwandern und zu entdecken. Mit Erlebnistagen und informativen Wanderungen laden wir Besucher aller Altersgruppen zur Spurensuche am Limes ein und vermitteln zur Kulturgeschichte der Römer, wie etwa dem Lagerleben oder der Kunst der römischen Landvermessung. Ein Höhepunkt ist der rekonstruierte Wachturm mit Limespalisade, die nach neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen erstellt und errichtet worden ist.
Holz verschwindet nicht einfach so. Es hinterlässt Spuren. Auch nach 2000 Jahren kann man Verfärbungen im Erdreich, Holzkohlereste, Pfostenlöcher oder Holzteile finden. Mit dendrochronologischen Untersuchungen lassen sich nicht nur das Alter von Holz, sondern z.B. auch Klimakatastrophen datieren. Was machen unsere Bäume wohl jetzt gerade durch und was geben sie in ein paar tausend Jahren darüber preis?
Römer und Bajuwaren Museum
Burg Kipfenberg
Burg 1
85110 Kipfenberg
Tel.: 08465/905707

„Holz macht Sachen“ – in der Kunst, im Sport, in der Naturwissenschaft, in der Geschichte… und in der Luftfahrt. Denn Holz beflügelt, im wahrsten Sinne des Wortes. Schon der erste Menschenflug basierte auf einem hölzernen Gerüst. Und bis heute wird der Werkstoff beim Flugzeugbau verwendet.
Zu der Wanderausstellung trägt die Flugwerft Schleißheim den Flügelschnitt eines Motorseglers als Exponat bei. Als Gastgeber für „Holz macht Sachen“ freuen wir uns, den Falke-Flügel in einem ganz neuen Zusammenhang – zwischen Bierfass, Buchdeckel, Jukebox & Co. – zu zeigen. Für die vom Holz beflügelten Kreationen und Kulturgüter bietet die Flugwerft Schleißheim mit der Geschichte des Fliegens vom Lilienthalgleiter bis zum Eurofighter einen spannenden Rahmen.
Umweltstatement
„Unsere Verantwortung für die Zukunft der Erde“ – so lautete der Untertitel einer Sonderausstellung „Willkommen im Anthropozän“ (2014-2016) auf der Münchner Museumsinsel und so könnte man die Motivation des Deutschen Museums beschreiben. Als eines der größten Naturwissenschafts- und Technikmuseen weltweit begreift sich das Haus auch als Ort des Dialogs über Chancen und Risiken, die Entwicklungen und Entdeckungen aus diesen Bereichen für die Menschheit bedeuten. Wir bieten der Gesellschaft ein Forum, um über die akuten Fragestellungen unserer Zeit zu verhandeln. Dazu liefern wir mit unseren Dauerausstellungen und Sonderschauen samt Begleitprogrammen umfangreiches, faktenbasiertes Wissen,
das eine differenzierte Meinungsbildung erst ermöglicht. Ein weiteres Paradebeispiel dafür war „energie.wenden“ (2017/18), wo dieses Konzept extrem erfolgreich mit einem interaktiven Spiel umgesetzt wurde.
Und natürlich wird im Deutschen Museum nicht „nur“ geredet, sondern auch gehandelt. Sei es bei der aktuellen Modernisierung des Haupthauses oder bei der Installation einer Photovoltaikanlage auf dem Dach der Flugwerft Schleißheim, die schon seit 2011 jährlich fast 75 MWh Energie aus Sonnenlicht erzeugt.
Deutsches Museum - Flugwerft Schleißheim, Effnerstr. 18
85764 Oberschleissheim, www.deutsches-museum.de/flugwerft
Ein ganz herzliches und holziges „Hallo“ zur Eröffnung der Ausstellung „Holz macht Sachen! Holz, Baum, Wald und Du?“ im Stadtmuseum Deggendorf!
Holz, Baum, Wald.
Wo könnte eine Ausstellung mit diesem Thema besser hinpassen, als nach Deggendorf, dem Tor zum Bayerischen Wald. Jedes Kind hier wächst mit und vielleicht sogar teilweise im Wald auf und so haben die Menschen hier eine ganz besondere Beziehung zum Wald. Das regionale Handwerk und die Industrie profitierte schon immer vom Holzreichtum: Schreiner und Zimmerer ebenso wie die Papier- und Glasproduktion. Die Menschen hier bauten mit Holz, heizten mit Holz und nutzen den Wald heute als Erholungsgebiet. Der Tourismus in der Region lebt vom Wald, im Sommer, wie im Winter.
Die Ausstellung „Holz macht Sachen“ illustriert sehr schön, wie vielfältig die Beziehung der Menschen zu Bäumen und dem Wald ist. Und durch die unterschiedlichen, spannenden Objekte ist wirklich für jeden etwas dabei: von den ganz kleinen, die sich dem Thema durch holziges Spielzeug nähern, über die etwas größeren, die mehr über Konsum, Wissenschaft und Industrie erfahren können oder die älteren, die sich eher für die Verbindung zu Kunst und Kultur interessieren. Man merkt: Langeweile kommt dabei bestimmt nicht auf!
Es freut uns auch besonders, dass nicht nur zur Eröffnung eine ganze Anzahl an Kindern hier haben, die die Ausstellung offiziell in Besitz nehmen! Sie sind die VIPs und dürfen als erste unseren Wald erkunden. Auch das Begleitprogramm wurde fleißig von den Schulen aus Deggendorf und der Region gebucht.
Allen Gästen der Ausstellung möchten wir ans Herz legen über die eigene Beziehung zum Wald und zu Bäumen nachzudenken. Wann war man selbst denn das letzte Mal im Wald? Was hat man dort gemacht? War man wandern, Schwammerl suchen, Mountainbike fahren oder vielleicht selbst Holz gemachen? Vielleicht erkennen manche ja einiges wieder in der Ausstellung.
Stadtmuseum Deggendorf, Östlicher Stadtgraben 28,
94469 Deggendorf

Aschaffenburg, „das Tor zum Spessart“, Papierindustrie, ehemals Sitz einer Forsthochschule …
Es gibt viele Gründe, weshalb sich das Stadt- und Stiftsarchiv Aschaffenburg mit Exponaten an der Wanderausstellung, auch als Gastgeber, beteiligt.
Aber der Wichtigste:
Ohne Holz – Kein Archiv, ohne Archiv – keine Überlieferung
Ein Rückblick in die Menschheitsgeschichte wäre ohne das Speichermedium Holz nie möglich gewesen, und bildet somit das Fundament unserer jetzigen Gesellschaft.
Aufgabe des Archives ist es eben auch, „holzhaltiges Kulturgut“ langfristig zu sichern, damit auch zukünftige Generationen darauf zurückgreifen können.
Umweltstatement
Das Stadt- und Stiftsarchiv hat seit einiger Zeit seine Bemühungen um eine fachgerechte Lagerung und Konservierung seiner Archivalien verstärkt. Das Stiftsarchiv selbst steht dabei im Fokus: der Bestand ist konservatorisch teils stärker geschädigt. Diese Probleme werden aktuell durch umfangreiche Reinigungsmaßnahmen sowie Vorhaben zur Digitalisierung angegangen. Die fach- und umweltgerechte Verpackung der Archivalien soll zur dauerhaften Sicherung des gesamten Altbestands führen; auch klimatische Maßnahmen zählen hierzu.
Somit kann das Archiv, dass letztlich über mehrere Kilometer Papier- und Pergamentunterlagen sowie andere Archivalienformate verfügt, seine "Schätze" nachhaltig auf die Zukunft vorbereiten.
Über uns
Das Stadt- und Stiftsarchiv ist eines der ältesten und größten Archive in Unterfranken.
Aufgrund der Bestände sowie der historischen Rolle der Stadt Aschaffenburg als wichtiger Nebenresidenz der Mainzer Erzbischöfe kommt dem Archiv überregional eine bedeutende Rolle zu. Die Archivbestände und Sammlungen, darunter das Stiftsarchiv, werden von einer umfangreichen Landeskundlichen Bibliothek ergänzt. Das Stiftsarchiv selbst ist seit 80 Jahren eine Dauerleihgabe des Freistaats Bayern an die Stadt Aschaffenburg.
Stadt- und Stiftsarchiv Aschaffenburg
Wermbachstr. 15, Aschaffenburg 63739
Telefon: 06021 456105-0
E-Mail: stadtarchiv@aschaffenburg.de
https://stadtarchiv-aschaffenburg.de
„Holz macht Sachen!“
Dass die Wanderausstellung „Holz macht Sachen!“ auch bei uns auf Burg Grünwald, Zweigmuseum der Archäologischen Staatssammlung, Station macht, freut uns sehr. Bereits vor 400.000 Jahren prägte dieser wertvolle Rohstoff das Leben der Menschen. Bis heute ist er nicht aus unserem Leben wegzudenken. Burgbesucherinnen und -besuchern anhand interessanter, nützlicher und manchmal auch skurriler Ausstellungsstücke diese Entwicklung aufzuzeigen und gleichzeitig ein Bewusstsein für die Umwelt sowie einen nachhaltigen Umgang damit zu vermitteln, ist uns ein Anliegen.
Als eigenes Exponat bringen wir ein Fragment eines hölzernen Wassermühlenrades mit ein, gefunden im Main, zwischen Bamberg und Schweinfurt. Mühlen galten im Mittelalter als wichtige Einrichtungen. Das gemahlene Getreide wurde vor allem zum Brotbacken verwendet. Über Jahrhunderte hinweg wurden die Mühlen stetig erneuert und blieben somit für lange Zeit am selben Ort im Einsatz. Auch heute wird die Gewinnung von Energie aus natürlichen Ressourcen wie Wind und Wasser immer wichtiger. Ziel ist es, die Belastung von Umwelt und Klima durch den CO2-Ausstoß stetig zu verringern.
Wir wünschen kleinen wie großen Gästen viel Vergnügen und Aha-Erlebnisse beim Ausstellungsbesuch. Neben spannenden Exponaten lockt ein vielfältiges Begleitprogramm auf die Burg: Wie wäre es mit einer Expedition durchs Isartal mit einem der führenden bayerischen Vogelkundler? Einem Besuch bei den emsigen Burgbienen oder einem Vorlesenachmittag für Kinder? Nachdem in der Ausstellung gerade auch das Verhältnis von Menschheit und Baum im Mittelpunkt steht, darf natürlich auch ein Waldbesuch mit einer kundigen Försterin nicht fehlen. Holz ist eben fast überall zu finden.
Archäologische Staatssammlung, Burgmuseum Grünwald, Zeillerstr. 3, 82031 Grünwald