Mäuse fressen Lebensmittel an und verunreinigen sie, so dass der Verzehr durch den Menschen nicht mehr möglich ist. In Zeiten, in denen Lebensmittel nur begrenzt verfügbar waren, war dies ein schwerwiegendes Problem. Man reagierte hierauf auf zwei Weisen. Man versuchte die Lebensmittel „mäusesicher“ zu lagern und bekämpfte die Nagetiere direkt. Hierzu nutzte man häufig Mausefallen.
Hölzerne Klotzfallen wurden in ganz Europa genutzt. Die Maus wurde durch einen Köder unter den Holzblock gelockt. Dort löste sie einen Mechanismus aus: Der schwere Holzklotz glitt herab und erschlug das Tier.
Die Fallen wurden üblicherweise in Heimarbeit, seltener durch Handwerker gefertigt. Sie wiesen untereinander hinsichtlich der Verarbeitungsmethoden und -qualität große Unterschiede auf. Auch die Anzahl der Holzklötze konnte variieren. Neben Einzelfallen gab es auch solche, mit denen mehrere Mäuse erlegt werden konnten.