Das römische Militärlager bei Dambach war teil der Grenzanlagen des Obergermanisch-Raetischen Limes. Am Rand der zugehörigen zivilen Siedlung (vicus) kam im Bereich eines Quellheiligtums eine Ansammlung von Körperteilvotiven zum Vorschein.
Die fast lebensgroßen Arme, Beine und Brustkorbdarstellungen waren einer Quellgottheit mit der Bitte um Heilung oder als Dank für die Genesung geweiht worden. Zu einem späteren Zeitpunkt hatte man die Votive dann an der späteren Fundstelle geordnet deponiert, um in dem überfüllten Heiligtum Platz für neue Weihegaben zu schaffen.
Vergleichbare Niederlegungen hölzerner Votive sind sonst nur aus Zentralfrankreich bekannt.
Holz überdauert nur unter besonderen Bedingungen die Jahrhunderte, z.B. in feuchter Umgebung ohne Luftzufuhr. Es wird entsprechend bei Ausgrabungen nur sehr selten gefunden. Damit es nicht austrocknet, Risse bildet und sich verformt, muss archäologisches Holz durch einen aufwändigen Prozess schonend konserviert werden.
Wolfgang Czysz, Von Holzarmen und Holzbeinen. Ein römisches Quellheiligtum beim Kastell Dambach. Der Limes. Nachrichtenbl. d. Deutschen Limeskommission 3, 2009, 4-6.
https://de.wikipedia.org/wiki/Kastell_Dambach