Exponat 017 – FSC Deutschland, Freiburg im Breisgau

Sipo Mahagoni

(Entandrophragma utile) aus der Republik Kongo

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Tropenholz und Zertifizierung

Würde man einen optischen Unterschied zwischen FSC-zertifiziertem und nicht zertifiziertem Tropenholz hier in Europa noch erkennen? Nein, das würde man nicht. Aber worin liegt nun der Unterschied? Tropische Hölzer haben viele Einsatzgebiete, sie werden beispielsweise in der Parkett- oder Möbelherstellung eingesetzt, dafür werden Bäume in den Tropen gefällt. Tropische Wälder sind vor allem für ihre hohe Biodiversität und selten vorkommenden Tier- und Pflanzenarten bekannt. Sie sind ein zentrales Ökosystem der Erde. Trotzdem sind grade diese wichtigen Wälder oft rücksichtslosen und häufig illegalen Rodungen und Holzentnahmen ausgesetzt. In den Tropenwäldern wachsen eine Vielzahl an verkaufsfähigen Holzarten, die ein lukratives Geschäft für viele Betriebe gewährleisten. Trotz einer großen Anzahl an Maßnahmen und Gesetze, geht der Raubbau an den Regenwäldern weiter und das illegale Geschäft boomt. Grund dafür sind häufige Verstöße gegen Vorschriften. Darunter fallen beispielsweise: Fällung von bedrohten und unter Schutz stehende Baumarten, nicht genehmigte Rodungen, Holzentnahme ohne Konzession, Korruption, Steuerhinterziehung oder fehlende Zahlung von Abgaben für eingeschlagenes Holz sowie falsche Deklarierung beim Transport/Verkauf/ Weiterverarbeitung. Doch auch nach den Gesetzen legale Forstwirtschaft in den Tropen hat vielfach stark negative Auswirkungen auf das Ökosystem und die Menschen die dort leben. Selbst selektiver Einschlag ohne strenge Auflagen verursacht in den meisten Fällen Kollateralschäden. Um an die gewünschten Bäume zu gelangen, könnten andere Bäume in Mitleidenschaft gezogen werden oder der Boden durch schwere Erntemaschinen verdichtet werden, was wiederum durch verminderte Wasseraufnahmekapazität zu Bodenerosion führen kann. Neue entstehende Infrastruktur, um den Wald zu durchqueren oder die gefällten Bäume abtransportieren zu können, führen ebenfalls dazu, dass Teile des Ökosystems unwiderruflich zerstört werden. Auch die Biodiversität kann sich durch die sich verändernde Waldstruktur modifizieren. Diese Veränderungen bringen das Waldökosystem aus dem Gleichgewicht und machen es weniger robust sowie anpassungsfähig gegenüber Klimaveränderungen. Um diese negativen Auswirkungen bestmöglich einzuschränken, müssen messbare Kriterien festgesetzt werden, um eine nachhaltige und verantwortungsvolle Waldwirtschaft zu ermöglichen. Für die Einhaltung von festgelegten Standards, wurde das internationale Zertifizierungssystem FSC ins Leben gerufen. Das FSC-Zeichen macht es Verbraucherinnen und Verbrauchern nun leicht zu erkennen, dass ein Holz oder ein Produkt aus einer nachhaltigen Waldwirtschaft stammt. Es sichert zuverlässig durch unabhängige und regelmäßige Kontrollen, dass der Wald in dem das Holz einst gewachsen ist auch morgen noch ein intaktes Ökosystem Wald bleibt. Trotz langer Transportwege ist tropisches Holz, wenn aus FSC-zertifizierter Waldwirtschaft stammend, ein geeignetes Material für sowohl den Innen- als auch den Außeneinsatz. Seine speziellen Holzeigenschaften machen dieses Holz besonders langlebig, somit kann CO2 über lange Zeit in schönen Produkten gebunden werden. Der Unterschied liegt somit in der Herkunft des Holzes. Das hier zu sehende FSC-zertifizierte Mahagoni-Holz wurde unter strengen Auflagen geerntet und ist ein großer Schritt auf dem Weg in eine globale nachhaltige Waldwirtschaft.




Holziges Umweltstatement


Tropische Hölzer haben viele Einsatzgebiete, sie werden u.a. in der Möbelherstellung eingesetzt. Tropische Wälder sind ein zentrales Ökosystem der Erde. Trotzdem sind grade diese wichtigen Wälder oft rücksichtslosen, häufig illegalen Rodungen und Holzentnahmen ausgesetzt. Grund dafür sind häufige Verstöße gegen Vorschriften. Um negative Auswirkungen einzuschränken, müssen messbare Kriterien festgesetzt werden, um eine nachhaltige und verantwortungsvolle Waldwirtschaft zu ermöglichen. Für die Einhaltung von festgelegten Standards, wurde das internationale Zertifizierungssystem FSC ins Leben gerufen. Das FSC-Zeichen macht es Verbraucher*innen leicht zu erkennen, dass ein Holz/Produkt aus nachhaltiger Waldwirtschaft stammt. Es sichert zuverlässig durch unabhängige und regelmäßige Kontrollen, dass der Wald, in dem das Holz gewachsen ist, auch morgen noch ein intaktes Ökosystem Wald bleibt.




Über uns


Wälder Für Immer Für Alle FSC (Forest Stewardship Council) ist die verlässlichste Organisation für die Absicherung wichtiger Umwelt- und Sozialstandards im Wald. Heute und für zukünftige Generationen bewirken wir weltweit positive Veränderung von Märkten, Menschen und Wäldern. Mit weltweit gültigen Standards, der beispiellosen Einbindung aller relevanten Interessengruppen und der Unterstützung durch namenhafte Unternehmen sowie anerkannte Umwelt- und Sozialorganisationen, sind wir die glaubwürdigste Lösung für nachhaltige Waldwirtschaft. Dem FSC wird attestiert, einen wichtigen Beitrag zur Verbesserung für Märkte, Menschen und Wälder zu leisten.

FSC Deutschland, Rehlingtraße 7, 79100 Freiburg im Breisgau, Telefon 0761-3865350




Exponatbeschreibung 017: Sipo Mahagoni


Würdest man einen optischen Unterschied zwischen FSC-zertifiziertem und nicht zertifiziertem Tropenholz hier in Europa erkennen? Nein, das würde man nicht. Aber worin liegt nun der Unterschied? Können sie es erraten? FSC-zertifiziertes Sipo Mahagoni (Entandrophragma utile / ENUT gemäß DIN EN 13556 ) aus der Republik Kongo. Das Schnittholz wurde teilweise behandelt und teilweise mit der ursprünglichen Schnittkante belassen, um den Kontrast zwischen dem natürlichen Aussehen der Holzoberfläche und der bearbeiteten, zur Weiterverarbeitung bereiten Oberfläche zu zeigen.





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Gewitter in FSC-zertifizierter Konzession - FSC Deutschland
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