Exponat 039 – Museum der Seefahrt, Geiselhöring

Fregatte „Leopard“   

1674, Holzmodell hergestellt von Helmut Osten (1980)

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Exponatbeschreibung 039: Schiffsmodell Fregatte "Leopard"


Fregatte "Leopard" (1674)

Die „Leopard“ war ein Schiff der kurbrandenburgischen Marine. Sie hatte 20–28 Kanonen. Ein sehenswertes Schiff, das Kastell war schön verziert und vergoldet.

Fregatten sind die kleinsten, aber schnelle Kriegssch

iffe, die noch selbstständig Operationen

durchführen können. Sie dienten als Aufklärer für Linienschiffsgeschwader, als Begleitschiffe für Konvois und zur Störung des feindlichen Handels.

Ein Beispiel zum Schiffsbau aus Holz:

Ein englisches Linienschiff von 74 Kanonen enthält etwa 2.000 Tonnen (40.000 Zentner) Holz. Für den Bau sind 2.000 Bäume von 75 Jahren erforderlich.




Holziges Umweltstatement


Boote aus Holz Eiche, Lerche und Fichte, das sind die klassischen Bootsbauhölzer.

Da Eiche sehr stark arbeitet, hatte dies den Nachteil, dass die Boote oft undicht waren.

Aber es hat damals nichts Anderes gegeben.

Ein Holzboot hält ewig, wenn man darauf schaut.

Der Holzschiffbau hatte in Folge des hohen Holzverbrauchs zum Teil einen erheblichen Einfluss auf die Bewaldung. Bekannt sind zum Beispiel ökologische Effekte durch die Abholzung weiter Teile Nordafrikas.

Dazu kam das ökologische Bewusstsein der Gesellschaft Holz als nachwachsenden Rohstoff positiv zu betrachten.

Aber heute gibt es allein in Europa wieder hunderte von Werften, die Holzboote bauen.




Über uns


Museum der Seefahrt – eine attraktive Sammlung aus alter Windjammerzeit

Eine echte Rarität stellt das Museum der Seefahrt in Geiselhöring dar. Der Schöpfer des Museums Helmut Osten war selbst Zeitzeuge der Seefahrt. Er fuhr als Smutje im 2. Weltkrieg auf dem deutschen Hilfskreuzer „Thor“.

30 Modelle berühmter Segelschiffe hat Osten nachgebaut. Zu den schönsten Schiffen gehört die „Santa Maria“ von Christoph Columbus und die „Victory“ des englischen Seehelden Lord Nelson. Darüber hinaus sind Kompasse, Sextanten, Oktanten, Galionsfiguren und Schiffslaternen ausgestellt.

Auf 160 qm sind 1.000 Exponate zu sehen. Sehenswert ist auch die kleine Kapitänsstube.

Dem „Seeteufel“ des 1. Weltkriegs Felix Graf von Luckner ist eine Abteilung gewidmet.

Mit einem Besuch im Museum taucht man für kurze Zeit in die Vergangenheit der Seefahrt ein.

Museum der Seefahrt, Stadtplatz 7, 94333 Geiselhöring, website




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