Butterfässer waren weit verbreitete Alltagsgegenstände, in die der abgeschöpfte Rahm gegeben und anschließend zu Butter gestampft, geschlagen oder gerührt wurde. Es wird zwischen den älteren Stoß- und den jüngeren Rührbutterfässern unterschieden.
Das Rührbutterfass mit Handkurbel war leichter zu bedienen als das jahrhundertelang genutzte Stoßbutterfass. In etwa um die Jahrhundertwende lösten die Rührbutterfässer die Stoßbutterfässer ab und waren bis ca. 1930, zum Teil aber auch noch bis in die 1950er Jahre in Gebrauch.
Das liegende Rührbutterfass ist in zylindrischer Form aus Nadel- und Laubholz mit zwei dreiviertelumlaufenden Eisenbändern gearbeitet. Die Oberseite, auf der sich ein Deckel befindet, ist abgeflacht und mit einem runden Knauf zum Öffnen des Deckels versehen. Die S-förmige Kurbel besteht aus Eisen mit einem gedrechselten Holzgriff.