Der Chirurg Ferdinand Sauerbruch (1875-1951) entwickelte während des Ersten Weltkrieges eine Operationsmethode, bei der durch intakte Muskeln des Armstumpfs ein mit Haut ausgekleideter Tunnel gelegt wurde, in den man einen Stift schieben konnte. Dieser Stift übertrug willkürliche Muskelanspannung auf die Zugleitungen der hölzernen Prothesenhand. Die von Jakob Hüfner (1874-1968) entwickelte mechanische Ersatzhand konnte so aktiv geöffnet und geschlossen werden.
Nach Erlernen und Üben der notwendigen Bewegungsabläufe ermöglichten diese Armprothesen vielen Patienten ein hohes Maß an Selbständigkeit im Alltag.