Rupprecht Geiger (1908-2009) hat seine Werke bereits nach dem Krieg bewusst ohne Titel belassen, damit der Geist frei interpretieren und die Farbe allein ihre Wirkung entfalten kann, getreu dem Motto 'Die Farbe soll alleiniges Motiv meiner Kunst sein'.
Er ließ sich oft von der Sonne und ihren Lichtspielen inspirieren, Sonnenuntergänge waren stets Minuten der Ruhe und der Besinnung. Auch bei diesem Werk überkommt einen die Assoziation der auf- oder untergehenden Sonne, die der Ursprung allen Lebens ist. Die Betrachtung lädt zum Verweilen und Sinnieren ein.