Grußwort für die Wanderausstellung

„Holz macht Sachen!“

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Kipfenberg, am geografischen Mittelpunkt und im Herzen des Naturpark Altmühltal gelegen, war es ein großes Anliegen an „Holz macht Sachen! Holz, Baum, Wald und Du“ als Kooperationspartner mitzuwirken.

Unser Gemeindegebiet bietet auf kalkreichen Juraböden Lebensräume für Buchen und Fichten. Ursprüngliche Baumarten wie Eibe, Elsbeere und Mehlbeere kehren zurück. Andere Flächen werden vom Bewuchs freigehalten. Dort entfalten sich Apollofalter, Laufkäfer und Heuschrecken. In den Dolomitfelsen brüten Uhu und Wanderfalke und auf der „Arnsbergerleite“ wurde durch eine Beweidung mit Schafen ein Vorzeige-Naturschutzprojekt geschaffen. 

Auf unzähligen Rad-, Wander- und Flusswegen kommen Erholungssuchende in dieser landschaftlich besonders reizvollen Region auf ihre Kosten.

 

Naturschutzbehörde, Bund Naturschutz und Bayerische Staatsforsten arbeiten Hand in Hand mit unserer Gemeinde und dem Landkreis, um die einmalige und noch intakte Landschaft in und um Kipfenberg zu erhalten.

Umweltstatement

Nicht erst durch die Umweltaktivistin Greta Thunberg wird vielen klar, dass unsere Art und Weise, mit der Natur weltweit umzugehen, nicht zukunftsfähig ist. Doch oft wird vergessen, die Menschen mitzunehmen. Um Fähigkeiten für einen verantwortungsvollen Umgang mit der Natur und unseren Ressourcen zu erwerben, braucht es Aufklärung und ökologische Bildung. Mit ihrem inhaltlich breiten Spektrum zum Thema Holz unterbreitet die Wanderausstellung von Adrian Siedentopf ein in dieser Hinsicht wegweisendes Angebot. Die Besucher werden dazu angeregt, den Baum als Lebewesen, den Wald als Lebensraum und sich selbst als Teil dieser Lebenswelt zu sehen, so die Beschreibung des Ausstellungsmachers. Das Besondere ist aus unserer Sicht auch, dass die Ausstellung dabei nicht nur von Ort zu Ort wandert, sondern sich mit jedem weiteren Objekt gleichsam einen neuen Lebensring zulegt und dabei selbst wächst wie ein Baum. Durch den musealen Einsatz, Multimedia und Sozialmedia sollte es gelingen, nicht nur Wissen über die Probleme dieser Welt, sondern auch Handlungskompetenz zu vermitteln. Nachhaltiges Handeln muss im Alltag wie in den Unternehmen und Behörden, in den Schulen, den Museen und in der Freizeit fest verankert werden. Wir freuen uns, einen kleinen Betrag dazu zu leisten.

 

Über uns

Der Markt Kipfenberg ist nicht nur am geographischen Mittelpunkt Bayerns gelegen – er vereint auch viele der schönsten Seiten Bayerns.

 

Uraltes Kulturland seit der Römerzeit, die sanfte Landschaft des Naturpark Altmühltal und abwechslungsreiche historische sowie und Naturdenkmäler lassen sich hier entdecken.

 

So ist das Römer und Bajuwaren Museum auf Burg Kipfenberg dem römischen und frühmittelalterlichem Erbe der Region gewidmet.

 

Höhepunkt des Museums ist der im Volksmund als „erster echter Bajuware“ bezeichnete, aufsehenerregende Fund des Kriegers von Kemathen. Die archäologischen Funde sowie eine originalgetreue Rekonstruktion der Grabanlage bieten einen seltenen Einblick in die Geschichte des 5. Jahrhunderts.

Unser Museum liegt direkt am Limes, der 2005 zum UNESCO Welterbe ernannt wurde. Unsere Exponate stammen größtenteils aus der unmittelbaren Umgebung. Unsere Gäste haben damit die einzigartige Möglichkeit, nach ihrem Besuch im Museum diese historischen Originalschauplätze am Limes selbst zu erwandern und zu entdecken. Mit Erlebnistagen und informativen Wanderungen laden wir Besucher aller Altersgruppen zur Spurensuche am Limes ein und vermitteln zur Kulturgeschichte der Römer, wie etwa dem Lagerleben oder der Kunst der römischen Landvermessung. Ein Höhepunkt ist der rekonstruierte Wachturm mit Limespalisade, die nach neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen erstellt und errichtet worden ist.

 

Holz verschwindet nicht einfach so. Es hinterlässt Spuren. Auch nach 2000 Jahren kann man Verfärbungen im Erdreich, Holzkohlereste, Pfostenlöcher oder Holzteile finden. Mit dendrochronologischen Untersuchungen lassen sich nicht nur das Alter von Holz, sondern z.B. auch Klimakatastrophen datieren. Was machen unsere Bäume wohl jetzt gerade durch und was geben sie in ein paar tausend Jahren darüber preis?

Römer und Bajuwaren Museum

Burg Kipfenberg

Burg 1

85110 Kipfenberg

Tel.:  08465/905707

www.bajuwaren-kipfenberg.de