Ist es nicht seltsam, dass Holz Töne macht?
Wenn Holz in Schwingungen versetzt wird, breiten sich darin Schallwellen aus und es entsteht Klang. Für Xylophone werden Holzstäbe geschnitten. Abhängig von deren Länge, Dicke und Dichte erklingen unterschiedliche Töne: Je kürzer ein Stab ist, desto höher ist der Ton. Wird in der Mitte Holz entfernt, wird der Ton tiefer. So können die Stäbe gestimmt werden. Der Holzkasten darunter dient als Verstärker: Durch die im Kasten eingeschlossene Luft klingen die angeschlagenen Töne lauter.
Der Komponist Carl Orff (1895–1982) entdeckte afrikanische Xylophone in den 1920er Jahren. Zusammen mit einem Instrumentenbauer entwickelte er sie nach seinen Klangvorstellungen weiter. Heute werden „Orff-Xylophone“ beispielsweise von der Münchner Firma Studio 49 gebaut. Für die Klangstäbe wird Palisander verwendet, die Kästen sind aus Kiefer.