Exponat 029 – Museum Terra Technika, Znojmo, Tschechische Republik

Jukebox aus Holz

… spielt Lieder zu Wald, Luft und Liebe

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Exponatbeschreibung 029: Jukebox


Die Rock-Ola Musikbox für Schellack-Platten ist eine der ersten aus dem Hause Rock-Ola. Die ausgestellte Jukebox ist aus dem Jahre 1936 und hat die Modell Bezeichung "Type 3" bzw. den Vermarktungsnamen "Rhythm King". Sie hatte – wie auch viele Boxen anderer Hersteller (z. B. Wurlitzer) "12 Selections" – also konnte zwischen 12 Plattentitel gewählt werden. Boxen dieser Bauart konnten noch nicht die Rückseite der Platte spielen. Sie hatten aber schon ein gutes Tonabnahmesystem mit einem Saphir als Nadel, welcher die Platten schonte und auch haltbar war. Die Musik kam via "Röhrenverstärker" aus einem grossvolumigen Lautsprecher.




Holziges Umweltstatement


Holz ist in unserem Museum vorrangig verwendet worden für alle Einbauten, Trenn- und Zwischenwände.

Für die Musikboxen wird dieser Werkstoff seit über hundert Jahren verwendet wegen der guten und gewünschten RESONANZ – Eigenschaften speziell im Bezug auf KLANG – Klangkörper und Lautsprechergehäuse. Es lässt sich gut bearbeiten und auch restaurieren auch noch nach 70 bis 90 Jahren.

Wir bauen mit Holzfertigelementen derzeit ein JUKEBOX HOTEL direkt gegenüber unseres Museums siehe auch www.Terratechnica.info.




Über uns


„Terra Technica“ in der Excalibur City ca. 1 Std. nördlich von Wien.

Weltgrößtes Museum für Jukeboxen und Flipper.

Es ist ein Museum der Superlative: 950 Jukeboxen und 250 Flipper laden in der Excalibur City bei Kleinhaugsdorf an der österreichisch-tschechischen Grenze zu einer einzigartigen technischen Zeitreise ein auf 8.500 qm.

Das Museum gliedert sich in sechs Sektoren und zeigt nicht nur lückenlos die Geschichte der Musikboxen und Flipper, sondern gibt auch einen Überblick über verschiedene technische Entwicklungen von 1880 bis heute. So sind selbstspielende Klaviere ebenso zu sehen wie Orchestrions, Grammophone, alte Telefone bis hin zu Oldtimern und dem Batmobil aus dem Batman-Film 1989 mit Michael Keaton. Zusätzlich gibt es noch die „Hall of Videogames“ mit allen Videospielen, vom legendären „Pong“ bis zu den Virtual- Reality-Spielen.

Einkaufen, Essen & Trinken und Kinderwelt in der Excalibur City

Eines der grössten überdachten Outletcenter, das Freeport ist ebenso neben dem Museum, wie auch der 365 Tage geöffnete FREE SHOP beim Burgrestaurant unter dem Drachen. Kinder erobern MERLINS Kinderwelt (Eintritt frei) und Eltern oder Grosseltern finden noch sieben Restaurants oder fünf Casinos in dieser einmaligen "City" neben zwei Hotels oder Mobil Homes.

Terra Technica direkt bei Excalibur Cityterra, Chvalovice-Hatě 195, CZ 66902 Znojmo, Tschechische Republik




Mehr Wissen …


Der Hersteller ROCK – Ola

Den Bindestrich im Namen verdanken wir wohl der Tatsache, dass sich der Kanadier David C. Rockola darüber ärgerte, dass man seinen Namen schlampig aussprach. Da kam „Rockla“ oder „Rucko“ nicht aber Rockola.

Im Alter von 23 Jahren nach der Prohibition wanderte er in die USA aus und begann den Leuten den Wunsch nach eigener Musik zu erfüllen. Wurlitzer erfuhr davon und strengte einen Patentstreit an Streitwert: 1 Mio. USD. Rock-Ola klagte dagegen mit 2 Mio. USD. Rock-Ola kostete dieser Prozess, welcher mehrere Jahre anhielt, fast 0,5 Mio. USD.

Während der Rezessionszeit Mitte der 40-iger Jahre überarbeitete auch Rock-Ola seine Vorkriegsmodelle. Technisch tat sich erst etwas im Jahre 1950, wo man die „Rocket“ vorstellte, welche erstmals die Platten auf beiden Seiten abspielte – um die hohe Wahlmöglichkeit der Seeburg-Modelle wettzumachen. Sie konnte auch als 78er Spieler auf 33 1/3 und 45 U/min umgestellt werden. Das ständige Justieren des 2. unteren Tenarmes erwies sich als nicht optimal.

1952 kam die „Fireball“ mit einem Karussellmechanismus für 120 45er Singels. Ein Greifarm (Gripper) holte die Platte heraus und legte sie, je nach gewünschter Seite (A oder B), auf den Plattenteller. Diese Technik wurde dann auch von AMI aufgegriffen. Der offene Mechanismus war eine Attraktion.

Tolle Modelle kamen ab dem Jahre 1955 beginnend mit dem Modell 1448 als das Material Chrom zusätzlich zu den Holzgehäusen Einzug hielt. Rock-Ola baute dann auch drehbare Titelwalzen. Die Boxen orientierten sich in den 50igern auch nach dem Automobil Design.

Die „Tempo II“ 1960 ist eine der schönsten davon mit den tollen Chromsegel am Lautsprecher.

Die Princess 1961 und die Rhapsody 1964 beendeten die Ära der offenen Boxen, bei denen das Plattenspiel und der Mechanismus zu sehen ist.

Ab den frühen 60ern ging es bergab mit der Jukebox. Viele Gründe gab es – als erstes in den USA, vermutlich die „Fast Food Generation“ mit Lokalen wie Mc Donalds, Burger King – man hatte keine Zeit mehr einen Nickel in die Jukebox zu werfen oder in Ruhe zu essen. Fernsehen war einer der größten Widersacher und hat die Leute ins Haus gebunden. Aus Tanzcafes wurden Diskotheken. Restaurants stellten uma auf Lautsprecherberieselung mit Stereoanlagen.





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